Selbständige Betreuungskraft mit Gewerbe.

Was bedeutet selbstständige Tätigkeit der Betreuungskraft?

Selbstständige Tätigkeit bedeutet, dass die Haushalts- und Betreuungskraft ihre Tätigkeit als eigenständige Unternehmerin und nicht als Arbeitnehmerin des Pflegebedürftigen oder eines Entsendeunternehmens erbringt.

Das Angebot zur Betreuung in häuslicher Gemeinschaft ist zukünftig fast nur durch selbstständige Dienstleister realisierbar. Allein aus arbeitsrechtlicher Sicht ist es nicht anders möglich, denn auch Rufbereitschaftsdienste müssen nach neuester Rechtsprechung regulär vergütet werden und zählen zur Arbeitszeit. Nur selbstständige Dienstleister sind in der Lage, ihre Leistungen zu den selbst gewählten Konditionen anzubieten. Sie legen ihre Preise eigenständig fest. Dabei sind sie nicht an den deutschen Mindestlohn gebunden. Zudem zeichnet sich dieses Modell durch seine hohe Transparenz aus. Es regelt klar, welche Einnahmen und Kosten welche Vertragspartei für die jeweiligen Leistungen erhält, was bei unseren Alltagshilfen hochgeschätzt wird.

Bei einer Gewerbeanmeldung in Deutschland sind die in Deutschland geltenden Vorschriften einzuhalten. Das Gewerbe muss beim zuständigen Gewerbeamt am künftigen Firmensitz angemeldet werden. Sobald das Gewerbe angemeldet und der Gewerbeschein erteilt ist, informiert das Gewerbeamt u. a. automatisch das Finanzamt und die zuständige Berufsgenossenschaft. Bei Begründung einer selbstständigen Tätigkeit muss sich die selbstständige Person innerhalb der ersten Woche nach Aufnahme der gewerblichen Geschäftstätigkeit bei der zuständigen Berufsgenossenschaft melden. Außerdem muss sie über eine geeignete Krankenversicherung verfügen.

Bei einer Gewerbeanmeldung in Polen muss die A1 Bescheinigung als Bestätigung vorliegen.

Wichtige Kriterien die eine Scheinselbständigkeit ausschließen:

  • die Selbstbestimmung des Zeitpunktes an dem sie eine Betreuung übernehmen wollen

  • die Dauer ihres Einsatzes und ob noch einmal einen Einsatz übernehmen wollen

  • welchen der ihnen vorgeschlagenen Aufträge sie annehmen möchten

  • die Höhe des geforderten Honorars für die angebotenen Leistungen

  • den Einsatzort, an dem sie ihre Leistungen erbringen wollen 

  • der Abschluss rechtlich abgesicherter Dienstleistungsverträge

  • die rechtliche korrekte Rechnungsstellung im eigenen Namen

  • den Erhalt des jeweiligen Honorars auf das eigene Konto

  • die ordnungsgemäße Erfassung beim zuständigen Finanzamt

  • die Übernahme von verschiedenen Auftraggebern pro Kalenderjahr

  • das fehlende Anrecht auf bezahlten Urlaub und finanziellen Ausgleich im Krankheitsfall

  • der Abschluss der privaten Krankenversicherung

  • die Mitgliedschaft in zuständigen Berufsgenossenschaften und Handelskammer

Zusammensetzung der monatlichen Kosten:

Das Honorar der selbständigen Betreuungskraft (Auftragnehmers): 

Je nach Betreuungsaufwand ab 2.100 Euro für eine Person mit Hilfebedarf.

Für zwei zu betreuende Personen erhöht sich das Honorar um ca. 200 bis 400 Euro je nach Betreuungsbedarf und Pflegegrad.

Vermittlungskosten für die kontinuierliche organisatorische Betreuung durch FrankenPlus:

20 Prozent des jeweils vereinbarten Honorars der Betreuungskraft, zzgl. MwSt.

Reisekosten:

Die im Rahmen der Vermittlung entstehenden Reisekosten der An- und Abreise der Betreuungskraft (Auftragnehmers) werden bei jedem Wechsel (ca. alle zwei Monate) in Höhe von 200 Euro in Rechnung gestellt.

Sie bekommen jeweils zum Monatsende zwei separate Rechnungen:

Rechnung des Honorars und die Rechnung für unsere organisatorische Betreuung.

Sie interessieren sich für eine Betreuungskraft?

Laden Sie den Fragebogen herunter und senden Sie ihn an info@frankenplus.de. 

Bei der Einstufung in einen Pflegegrad kann das Pflegegeld in Anspruch genommen werden.

Diese Leistung beträgt monatlich:

 

     316 Euro bei dem Pflegegrad 2

     545 Euro bei dem Pflegegrad 3     

     728 Euro bei dem Pflegegrad 4

     901 Euro bei dem Pflegegrad 5

 

Zusätzlich zur oben genannten Geldleistungen der Pflegegrade kann das Verhinderungspflegegeld (derzeit 1.612 € jährlich) bei der Pflegekasse beantragt werden.

Außerdem können die Betreuungshilfe-und Pflegekosten bis zur einer Höhe von 4.000 € als haushaltsnahe Dienstleistungen bis 20% steuerlich geltend gemacht werden.

Die Angehörigen, die die Kosten der Betreuung und Pflege von Familienmitgliedern tragen, können diese als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen.

Diese Darstellung ersetzt keine steuerliche Beratung.

Finanzielle Vorteile

Für die Betreuung durch eine ausländische Kraft können Sie auch das Geld Ihres Pflegegrades mit einbeziehen. Zusätzlich sind Betreuungskosten zum Teil steuerlich absetzbar.